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3.1.7 Das Herstellen und
das Politische
Das Herstellen bringt in Hannah Arendts Begriffen die Welt hervor. Unter Welt versteht Arendt weder den Erdball noch den Kosmos. Welt heißt bei Arendt Dingwelt und ein Ding ist ein hergestelltes Ding. Was Hannah Arendt Welt nennt, ist die Gesamtheit aller von Menschen gemachten Dinge. Diese Welt stellt den Rahmen für das Politische dar; Dinge wie Häuser, Plätze, Telefone stellen die Rahmenbedingungen dar, die das Politische umgeben. Die Welt, die das Politische umgibt, ist selbst wiederum von der Natur umgeben. Natur bezeichnet damit alles materiell Vorhandene, das nicht von Menschen gemacht ist.[92] Innerhalb der Natur, die ohne menschliches Zutun vorhanden ist und der Welt, die von Menschen erzeugt wird, liegt der Bereich des Politischen. Das
Verhältnis zwischen Politik, Welt und Natur läßt sich also
grafisch so darstellen:
Die drei menschlichen Grundtätigkeiten beziehen sich nach Arendt auf diese drei Bereiche: In der Arbeit setzen sich die Menschen mit der Natur auseinander, durch das Herstellen erzeugen sie eine Dingwelt und durch politisches Handeln regeln sie ihre Beziehungen zueinander. Natürlich hat das Herstellen auch im Zusammenhang mit dem Politischen seine Berechtigung. Es hat seinen Platz aber stets vor, nach oder neben dem eigentlichen politischen Vorgang. Ich kann einen Tisch herstellen und Stühle, damit Menschen sich zusammensetzen können und miteinander reden, um einen gemeinsamen Entschluß zu fassen. Tisch und Stühle sind Rahmen-, Neben- oder Vorbedingungen des Politischen, Tisch und Stühle können hergestellt werden, die politische Einigung nicht. Und so wie das Herstellen vor dem Politischen Dinge erzeugt, die dieses bedingen, so kann es auch nach dem Politischen wieder beginnen, wenn zum Beispiel die Errichtung eines neuen Gebäudes beschlossen wurde; aber der eigentliche politische Vorgang ist eben kein Herstellen. | |||